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Zirkusprojektwoche
Endlich, nach vier Jahren war der 1. Ostdeutsche Projektzirkus unter der Leitung von Marco Sperlich wieder zu Gast in unserer Grundschule. Gemeinsam mit den Vorschulkindern aus der Ottendorfer KITA wurde ein zweistündiges Programm einstudiert, was sich wirklich sehen lassen konnte. Und hier sind einige Schnappschüsse von den fünf unvergesslichen Tagen.


Das Zelt wird zum Zirkus
Ein Zirkuszelt ist ein Ort, an dem man lacht.
Es ist sehr groß,
und man hat Spaß,
es gibt Applaus.
Es ist so schön,
anzusehen,
wie im Traum.
Theresa
Bevor es losging:
Unsere Fragen an die Schüler: Seid ihr aufgeregt?
Jasmin: „Ja, weil ich so etwas noch nie gemacht habe. Hoffentlich geht nichts schief.“
Calvin: „Ja, weil bestimmt viele Leute kommen und uns zuschauen.“
Mira: „Nein. Aber ich freu mich schon sehr.“
(Interviews von Mario Herklotz)
Fragen an die Zirkusmitarbeiter
(von Sara gestellt, von Vivien beantwortet)
Sara: Seit wann gibt es den 1. Ostdeutschen Projektzirkus?
Vivien: Uns gibt es schon seit 2005. Wir sind eine große Familie. Durch Deutschland touren von uns 4 Teams. Sie gehören alle zur Familie Sperlich.
Sara: Woher kommen die vielen Kostüme?
Vivien: Sie werden von einer Schneiderin genäht oder einige wurden auch fertig gekauft.
Sara: Wollten Sie schon immer im Zirkus arbeiten?
Vivien: Ich kann mir ein Leben ohne Zirkus nicht vorstellen. Schon als Kind bin ich im Zirkus aufgetreten. Meine Eltern sind ja auch vom Zirkus. Marco, der Chef, ist mein Papa. Am liebsten turne ich am Trapez und mache Hula-Hoop mit vielen Reifen.
Sara: Welche Nummer trainieren Sie mit den Kindern?
Vivien: Meistens den Seiltanz. Da habe ich mich schon im letzten Jahr eingearbeitet. Es macht mit viel Spaß, den Kindern die verschiedenen Übungen beizubringen.

Montag: Der erste Tag des Zirkusprojektes
Am ersten Tag wurden uns im Zirkuszelt die Trainer vorgestellt. Sie gaben uns eine kleine Kostprobe von dem, was wir später selbst unseren Eltern vorführen sollten. Die Chefschulreporterin Frau Schwarz musste sich den gefährlichen Messern beim Messerwurf stellen. Sie hatte ganz wacklige Knie. "Wie Wackelpudding“ verriet sie uns später. Ich weiß nicht, ob ich mir das auch getraut hätte. Zum Schluss wurden wie in kleine Gruppen eingeteilt.
Anna
Dienstag und Mittwoch: Das Training beginnt!
Abwechselnd übten nun die einzelnen Gruppen mit ihrem Trainer und dem Lehrer entweder im Zirkuszelt, in der Turnhalle oder in den Klassenräumen im neuen Schulanbau an ihrer Darbietung. Am Vormittag von 08:00 Uhr bis 10:30 Uhr übte Besetzung A und von 11:00 Uhr bis 13:30 Uhr trainierte Besetzung B. So war es jedenfalls am Dienstag. Am Mittwoch wurde die Trainingszeit getauscht. Für viele Kinder war das Üben sehr anstrengend. Immer Spannung im Körper, genau zuhören und abwarten, bis man an der Reihe ist, aufpassen und nichts vergessen, das musste alles wie am Schnürchen klappen. Die Akrobatikgruppe hatte es da besonders schwer, denn sie trainierte die ganze Zeit hinweg durch mit nur einer ganz kleinen Pause. Am Mittwoch wurde die Darbietung noch einmal gefestigt und verfeinert, damit alle Kinder sicherer wurden und alles perfekt aussehen konnte. Das Üben hat den meisten Kindern Spaß gemacht und es klappte von Mal zu Mal besser.
Eure Schulreporterin Cäcilia


Aus der Erlebniskiste geplaudert:
Mario berichtet über die „Messerkiste“
Am 2. Tag kam ich ins Zirkuszelt. Nachdem wir alle da waren, wies uns Trainer Peter ein. Er verriet uns den Trick mit der Messerkiste, den wir am Tag zuvor bewundert hatten. Nachdem wir das ganze zweimal durchprobiert hatten, war erst einmal Frühstückspause. Dann durften wir alle in die Messerkiste und selbst einmal „probesitzen“. Anschließend übten wir noch dreimal, es klappte jedes Mal besser.
Theresa erzählt uns einiges über die Trapeznummer:
Am Anfang hatte ich ein wenig Angst vor der Höhe. Aber es war gar nicht so schlimm. Außerdem wurden wir immer festgehalten. Es konnte also nichts passieren. Marco und sein Sohn Steven halfen uns, damit wir überhaupt an die Schaukelstange kamen. Die einzelnen Elemente hießen Runterhänger, Vogelnest, Engel und Schwingen. Ich habe den großen und den kleinen Runterhänger geübt.
Frau Schwarz half bei den Akrobaten. Dort wurden viele Pyramiden gebaut. Auch hier gab es lustige Namen zum Merken, z. B.: Eifeltürme, McDonald´s, Omega-Pyramide, Kunterbunt und Regenbogen. Das Üben war sehr anstrengend. Alle mussten sich ihren Platz gut merken, denn es musste alles immer schnell gehen, Die Kinder, die einen Spagat konnten, durften ihn zeigen, ebenso den Radschlag. Alle übten die Brücke. Zusammen sah das toll aus, wie eine aufgehende Blume.
Cäcilia und Sara schrieben zum Seiltanz:
Wir mussten verschiedene Übungen lernen. Cäcilia trainierte den Halbspagat, die „Doppelfelge“ und das Hochspringen auf dem Seil, Sara die Einzel- und die Doppelfelge. Am Schluss war alles einfach und die Aufführungen super. Nur der Nebel brannte ein wenig in den Augen.
Theresa beobachtete die Haustiergruppe:
Diese Gruppe musste immer ganz leise sein. Sonst wurden die Tiere sehr unruhig. An einem Probentag hatte es gehagelt. Da verlief die Probe nicht so gut.
Max erzählte über seine Rolle als Clown:
Ich war der Bruder von Wilhelm Tell. Es war sehr schwer nicht zu lachen, weil ja alle Zuschauer lachen mussten. Die Clowns mussten viele Texte genau lernen.
Anna gab Auskunft über die Fakire:
Stolz gemacht hat mich, dass unser Trainer gesagt hat: „Unsere Show ist die gefährlichste im ganzen Programm!“ Aber eigentlich war fast alles harmlos, bis auf das Feuerspucken. Das Gefühl dabei ist warm bis heiß und sehr pulvrig im Mund.


Donnersteg und Freitag: Die letzten beiden Tage des Zirkusprojektes bis zur Aufführung
Am Donnerstagvormittag hatte die Gruppe A bereits die Generalprobe uns abends die Premierenvorstellung. Alle waren aufgeregt, da sie nun zeigen konnten, was sie gelernt hatten. Zur Vorstellung trug dann jeder sein Kostüm und die Manege wurde anders beleuchtet. Am Freitag war die Gruppe B dran. Es war genauso spannend wie am Vortag.
Alle trugen ihre Kostüme und durch den Nebel wirkte es, wie eine richtige Aufführung der Künstler. Während der ganzen Show war es im Zelt stockfinster. Nur die Scheinwerfer ließen die Manege in buntem Licht erstrahlen. Im Schwarzlicht leuchteten sogar die Kostüme. Durch das Programm führten Tina, das Maskottchen des Zirkus, und Jessi. Jessi kam sogar geflogen. Sie hing in einem Sicherheitsgurt und schwebte fast an der Decke des Zirkuszeltes.
Theresa
Vor dem großen Auftritt: Das Lampenfieber steigt!
Unsere Fragen zuvor an die Schüler:
Glaubt ihr, dass die Aufführung des Zirkusprojektes so gut wird?
Lena (2a) berichtete uns, dass sie sich gut einschätzt. Sie ist eine Trapezkünstlerin, weil sie etwas Ähnliches bereits im Kindergarten gemacht hat, und ist sehr aufgeregt. Fast ihre gesamte Familie will kommen und ihr zusehen. Lena ist sich aber sicher, dass es klappen wird, da sie ihre Gruppe sehr gut findet.
Hanna (2b) erzählte, dass sie auch glaubt, gut zu sein. Sie tritt als Akrobatin auf, weil sie sportlich und gelenkig ist. Wie Lena ist sie sehr aufgeregt, weil sie endlich ihrer Mama zeigen kann, was sie gelernt hat.
Lea (2a) glaubt, dass viel Publikum kommt. Sie ist ebenfalls in der Akrobatengruppe und sehr sportlich. Sie ist sehr glücklich, dass ihre Verwandten kommen werden und freut sich schon auf die Aufführung.
Lucie (2a) tritt mit Lea und Hanna in der Akrobatengruppe auf. Sie möchte unbedingt alles richtig machen und kann kaum noch schlafen. Aus ihrer Familie kommen Mama, Papa, Oma, Opa und sogar ihr kleiner Bruder.
Judith aus der Klasse 1a wird eine Trapezkünstlerin sein. Sie ist sehr aufgeregt, weil sie nicht weiß, was auf sie zukommen wird. Zum Glück ist auch ihre Schwester Rebecca in der gleichen Gruppe. In der Freizeit turnt Judith auch gern an der Kletterstange und schaukelt sehr gern.

Samstag: Die Aufführung – der letzte Tag des Zirkusprojektes
Nun war es endlich soweit. Jetzt sollte sich die Arbeit der letzten Tage auszahlen. Heute wurde gefilmt. Auch die Kostüme durften wir wieder anziehen. Die Kostüme der Clowns waren besonders schön. Die Piraten hatten auch schöne und vor allem sehr unterschiedliche Kostüme. Alle waren wahnsinnig aufgeregt aber zum Schluss hat alles geklappt und es gab viel Applaus. Herr Feierabend schenkte den Trainern des Zirkus´ eine große Torte und bestellte ihn schon für das Jahr 2018 vor, damit die neuen Kinder auch daran teilnehmen können. Auch, wenn wir nicht dabei sind, hoffen wir für die anderen Kinder, dass es klappt.
Mario Herklotz



Fragen, die Euch sicher auch interessieren
Unsere Schulreporterin Cäcilia Throne interviewte Marco, den Zirkusdirektor:
Frage: Wie viele Tiere reisen im Zirkus mit?
Marco: 7 Ziegen, 2 Ponys, 2 Schlangen, 10 Tauben, ein Kaninchen und ein paar
Meerschweinchen.
Frage: Wie groß ist das Zirkuszelt?
Marco: 20 Meter im Durchmesser. Es passen ungefähr 300 Zuschauer hinein.
Frage: Haben Sie auch ein Haus oder leben Sie immer im Zirkuswagen?
Marco: Ja, wir haben noch ein Haus im Landkreis Wittenberg mit Stallungen für die Tiere. Dort wohnen wir im Winter.
Frage: Wie lange reisen Sie im Jahr?
Marco: Von Anfang März bis 6. Dezember.

Max stellte außerdem auch diese Fragen:
Frage: Wie hoch ist das Zirkuszelt?
Antwort: 10 Meter hoch.
Frage: In welchen Bundesländern wart ihr schon?
Antwort: In allen.
Frage: Was ist das älteste Tier im Zirkus?
Antwort: Das sind die Ponys. Sie sind schon 10 Jahre alt. Sie heißen Tornado und Pitlack. Die Ziegen heißen Sternchen, Seppel und Heidi.
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